Eine Trattoria im Schwabenländle

30. Oktober 2015

Adler, da denkt man doch gleich an leckere Pasta und Antipasti, so richrig an Italien. Oder etwa nicht? Der Adler in Tettnang ist eine echte Überraschung im kleinen Städtchen. Von außen eher unscheinbar, eher typisch schwäbisch anmutend, betreten wir eine kleine schnuckelige Trattoria. Kaum über die Stufen fühlen wir uns wie in Italien. Ein paar kleine Tische mit rot-karierten Tischdecken. Eine flinke Kellnerin mit großen Rotweingläsern kommt uns entgegen.

Zum Glück haben wir reserviert, denn das Lokal ist bis auf den letzten Platz voll. Ein erster Blick in die Karte klingt wirklich viel versprechend. Neben traditionellen Pastagerichten finden wir saisonale Gerichte wie Canelloni gefüllt mit Kürbis & Ricotta. Zum Hauptgang entscheiden wir uns für Spaghetti mit Gambas, Canelloni al forno gefüllt mit Thunfisch, Rigatoni mit Schafskäse und frischen Tomaten und Linguine in Curry. Wenige Minuten später steht der Vino de la Casa auf unserem Tisch und wir fühlen uns wie in der Toskana. Als Vorspeise gibt es Insalata Mista, zwar nicht weiter spektakulär aber die selbstgebackenen Grissini sind wirklich köstlich.

Unser Hauptgang folgt. Wir sind von den eher überschaubaren Portionen überrascht, da keines unserer Gerichte unter 10 Euro gekostet hat. Dennoch, geschmacklich hat es uns alle überzeugt. Und schließlich ist in Italien Pasta auch kein Hauptgericht. Somit schließen wir typisch italienisch Gang Numero 3 an und runden unseren Abend mit Tartufo ab. Hausgemachtes Tiramisu ist leider bereits ausverkauft. Unser Fazit: eine kleine italiensiche Isola im Städtle Tettnang. Preis-Leistung ist ok, ein, zwei Nudeln mehr auf dem Teller wären nicht verkehrt aber geschmeckt hat es wirklich fein.

Und sorry, es war schön schummriges Licht in der Trattoria, die Bilder sind leider ebenso schummrig…

www.vierzigneunzig.de

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