Im Brandnertal kehrt der Herbst ein

2. September 2018
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Nach einer ausgiebigen Sommerpause geht es weiter mit Berichten aus der Region.

Denn der Herbst schleicht sich heran, die Tage werden kürzer, die Nächte spürbar kälter und die Natur erfreut sich an der langersehnten Abkühlung.
Das erste verregnete Wochenende stand vor der Tür. Nach so einem fantastischen Sommer voller heißer Badetage, doch etwas gewöhnungsbedürftig. Uns treibt es dennoch hinaus in die Natur und irgendwie überkommt mich die Sehnsucht nach den Bergen, trotz Regen und erstem seichtem Nebel.
Kurz entschlossen und auf für uns neuen Wanderpfaden geht es ins Brandnertal. Im Winter ein beliebter Skispot und im Sommer ein Wanderparadies. Doch jetzt in der Zeit dazwischen hat man das Tal fast für sich allein. Traumhaft…

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Gleich morgens, bei frischen 14 Grad und Regen gibt es wohl kaum eine bessere Idee, als einen Spaziergang zum Kesselfall. Direkt vom Zentrum von Brand führt uns ein kleiner Weg entlang der reich gefüllten Alvier zum Wasserfall. Ein Güterweg verläuft durch strahlend grüne Wiesen und nach etwa 20 Minuten biegt man auf einen Wanderweg, der über eine Kuhweide führt.

 

Der anmutige Berg Zimba, mit seiner wolkenverhangenen Spitze, ragt steil neben uns nach oben. An seinem Fuß steht eine Herde Schafe beim grasen, es ist wirklich eine wunderbare Atmosphäre.

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Nach einer Dreiviertelstunde ertönt bereits tosendes Wasser aus dem Wald. Über einen Trampelpfad gelangen wir direkt auf die Brücke über den Wasserfall. Über 40 Meter tief stürzt hier die Alvier hinab. An einem Tag wie heute wirklich spektakulär und ganz allein ist man noch dazu hier oben. Der Weg führt auf der anderen Seite des Flusses wieder zurück über eine kleine Straße nach Brand. Und eine Vesperstube findet sich natürlich hier oben auch noch, von der aus man mit etwas Glück eine Rehfamilie beim Mittagessen beobachten kann.

 

Am nächsten Tag ging unsere Tour hinauf zum Lünersee. Obwohl wir lieber die Wege abseits der klassischen Touren suchen, haben wir uns für die eigentlich recht beliebte Tour um den See entschieden. Das Wetter ist nicht besser als gestern aber he, wir sind dafür fast ganz allein unterwegs. Mit der Bergbahn ist es keine große Sache, nach wenigen Minuten steht man direkt am See. Wären wir nicht im dichtesten Nebel ausgestiegen, hätten wir ihn sicher auch gesehen. ABER, nur bei so einer Witterung bietet einem die Natur so ein herrliches Wolkenspektakel wie uns heute.

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Einsame Kühe kreuzen unseren Weg. Und dank des Regens, sind die reich befüllten Bäche eine fast schon meditative Geräuschkulisse auf unserer Runde. Die vorbei ziehenden Nebelschwaden lassen uns kurze Blicke auf den See oder die schneegepuderten Gipfel erhaschen. Und irgendwie komme ich mir vor, als wäre ich in einer entfernen Welt, ohne Weitsicht und nur mit Geräuschen der Kuhglocken und rauschenden Bächen. Herrlich!

Das Highlight unserer Runde ist der Abstieg über den Bösen Tritt. Entlang der Felswand hangeln wir uns wieder hinab ins Tal.

Nach diesem Wochenende kann ich sagen, die Berge haben definitiv auch bei Nebel ihren ganz eigenen Charme, wirklich lohnenswert!

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