Scheidegg – ein Tag in der Sonne

4. März 2018
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Margit & Fehl

Wenn der Nebel mal wieder über dem Bodensee hängt und man in Schlecht-Wetter-Melancholie verfällt, ist es Zeit sich für 30 Minuten ins Auto zu setzen um das Allgäu zu besuchen. Ich weiß da ist man bei weitem nicht allein an solchen Tagen. Aber es ist halt auch einfach traumhaft hier oben. Wenn man sich durch das Rohrrach nach oben schlängelt und sich in der vorletzten Kehre endlich das Ende der magendrehenden Kurven wünscht, dann ist Scheidegg nicht mehr weit.

Direkt an den Kaffeetisch geht es natürlich nicht, auch wenn der Gedanke sehr verlockend ist. Erstmal genießen wir die Natur und das schöne Wetter. Wenn man nur einen Nachmittagsausflug machen will, so wie wir heute, gibt es einige nette Runden.

Der klassische Höhenweg ist leider oft sehr überlaufen. Wen wunderts, der Blick von hier oben ist wirklich eine Wucht. Wem Mitstreiter egal sind, der sollte diese schöne Runde drehen.

Wer lieber seine Ruhe möchte, dem empfehle ich an einem der kleinen grauen Wanderschilder zu halten und einfach mal los zu laufen. Mal ganz ohne Plan und Ziel. Und ohne Handy, denn das entspannt unheimlich. Das Ziel ist natürlich der Kuchen 😉 Aber dazu später.

Heute haben wir ganz spontan an der Panoramastraße 308 zwischen Scheidegg/Lindenberg nach Oberstaufen gehalten. Nach etwa 3 Km auf der rechten Seite kommt ein kleiner Parkplatz, wo man gut halten kann. Von hier sind wir einfach bergabwärts Richtung Böserscheidegg gelaufen. Wir waren allein mit der unglaublich schönen Sicht auf die Berge und der Sonne im Gesicht unterwegs. Von Böserscheidegg sind wir über Weiler wieder hinauf nach Schreckenmanklitz „gewandert“. Wir haben ein Waldstück durchkreuzt und nach etwa 2,5 Stunden unser Auto erreicht.

Jetzt ist es aber wirklich Zeit für einen der leckersten Kuchen in der Gegend.

Scheidegg

Direkt neben der Kirche in Scheidegg steht das Café Margit & Fehl, in einem alten Benefiziatenhaus aus dem Jahr 1775. Beim Betreten knarzen die alten Böden und Menschen über 1.90m müssen den Kopf schon mal einziehen. In zwei super gemütlichen Stuben oder im Garten unter dem Kastanienbaum kann man sich ein Plätzchen suchen. Wir haben Glück und es ist ein Platz am Fenster frei. Nach der Auswahl an der großen Kuchenvitrine steht ein feiner Cappuccino mit Käsekuchen vor mir – lecker!

Übrigens wer es lieber herzhaft mag, es gibt auch feine Süppchen. Die Zutaten kommen alle aus der Gegend und der Kaffee ist fairtrade.

 

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